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18 Monate

18 Monate, Erfahrungsbericht, Entwicklung Kind

Es ist wieder soweit. Auch im neuen Jahr 2018 möchte ich meine Monatsreihe fortsetzen und ich freue mich sehr, dass DU wieder dabei bist!

Ich habe über Weihnachten/Silvester kurz pausiert und wurde von mehreren Seiten angesprochen, wann denn der nächste Beitrag kommt. Es ist einfach schön festzustellen, dass ich die Texte nicht nur für mich selbst und meine kleine Familie als Erinnerung schreibe, sondern es noch mehr Leser da draußen gibt, die mitfiebern. DANKE dafür an DICH!

Unser Mädchen ist also 1,5 Jahre alt und Weihnachten mit ihr war eine Freude. Wir haben mit ihr die volle Weihnachtsvorfreude genossen und ihr sämtliche Traditionen näher gebracht. Plätzchen backen, jeden Tag ein Türchen öffnen, Weihnachtsmärkte… So ganz verstanden hat sie das noch nicht, wobei sie heute noch vom „Halaus“ (übersetzt „Nikolaus“) spricht; dieser scheint einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Auch der Tannenbaum mit dem Schmuck und dem Licht wirkten faszinierend auf sie und wir mussten aufpassen, dass sie uns nicht alle Kugeln vom Baum klaut. Ihre vielen Geschenke hat sie diesmal zum ersten Mal allein ausgepackt, wobei hier der Genuss des Papier-Zerreißens ganz klar im Vordergrund stand.

Kurzum, sie hat mit 1,5 Jahren wunderbar teilgenommen an dem schönen Weihnachtsfest und ich bin überzeugt, dass sie nächstes Weihnachten noch mehr genießen kann!

Jetzt bin ich gespannt was das neue Jahr bringt!

Ihre Sprache entwickelt sich weiterhin rasant, allmählich müssen wir schon aufpassen was wir sagen, denn alles wird schonungslos nachgeplappert! Zwei Worte reihen sich immer öfter aneinander und so kann sie sich immer besser verständlich machen. Ich bin immer wieder fasziniert davon, dass aus diesem langen Schweigen oder Weinen nun ein „müde – Bett“ oder „trinken“ wird und sie ganz simpel aber deutlich ihre Bedürfnisse ausdrückt!

Frida wird natürlich größer und kann mittlerweile ganz selbstverständlich auf manche Stühle, den Sessel und unser Sofa klettern. In ihrem Zimmer haben wir eine Kuschelecke mit einer großen Matratze für sie hergerichtet, dort setzt sie sich am liebsten auf die Kante der Matratze und schaut sich ein Buch an.
Was macht sie sonst noch gern? Aktuelle Lieblingsbeschäftigungen sind also Bücher anschauen, hüpfen (am liebsten auf einem Trampolin), baden (ich glaube kaum, dass ich das wirklich schreibe) und natürlich Quatsch machen.
Weiterhin hat sie eine große Affinität zu Pferden. So waren wir letztes Wochenende mit der kleinen Frida Ponyreiten auf einem kleinen, aber feinen Ponyhof hier in der Nähe. Sie saß auf dem Pferd wie eine Große, hat aber keine Miene verzogen. Das ist eigentlich immer so, wenn wir neue Dinge mit ihr ausprobieren – wir haben sie beispielsweise mit auf die Eisbahn genommen, dort konnte sie auf einem Art Schlitten auf dem Eis gleiten. Auch hier ernten wir kritische Blicke und eine ernste Miene statt  wie erwartet ein vor Begeisterung quiekendes Kind.
Frida ist die Meisterin des Pokerfaces. Oder habt ihr auch so jemand zu Hause? Der kritische Blick wurde schon in den ersten Lebensmonaten schwer geübt und zaubert auch heute noch einige Fragezeichen in Mamas und Papas Gesicht…!

Der kleine Mensch hat schon jetzt ein paar Ticks – so können wir kaum aus dem Haus gehen ohne Fridas eigene Handtasche. Nun gut, was soll man dagegen sagen. Schließlich haben die Erwachsenen auch immer eine Tasche dabei..! Heiß und innig hat Frida Lebkuchenherzen zu lieben gelernt in der Weihnachtszeit. Diese hat sie sich ständig um den Hals gehängt, sogar in der Nacht. Wir konnten das Kind nicht zu Bett bringen ohne ihr Lebkuchenherz (Frida-Sprache: „Hakuven“) Da wir leider Sorge hatten, dass Kind könnte sich selbst strangulieren, haben wir nachts das Bändchen durchgeschnitten. Jegliche Versuche das Lebkuchenherz vollständig zu entfernen während Frida vermeintlich schläft sind kläglich gescheitert und wurden mit einem lauten Aufschrei bestraft. Wenn es nicht das Lebkuchenherz ist, dass Frida mit ins Bett begleitet, dann ist es je nach Tagesstimmung neben gefühlten 8 Schnullern und Kuschelschaf zusätzlich noch eine Badewannen-Quietscheente, ein Luftballon (Frida-Sprache: „Luf-Luf“), ein Plastik-Telefon (Fridasprache: „Hallohallo“) oder anderes. Hat Euer Kleinkind auch einen kleinen Tick?

Zuletzt möchte ich noch das Essen erwähnen, ein eher pikantes Thema, denn Frida entwickelt sich nicht gerade zum Gourmet. Sie könnte sich nur von Nudeln und Süßem ernähren. Und Süßes bedeutet leider nicht Obst, sondern Kekse oder Waffeln. Gemüse und Obst gehören nicht zum Essen ihrer Wahl, das wird spätestens im Mund gnadenlos aussortiert. Auch beim Brotaufstrich hat sie starke Präferenzen für Wurst. So sitze ich mit neidvollem Blick in irgendwelchen Kindercafés und sehe um mich herum nur Tupperware mit gesunden Apfelschnitzchen, Mandarine und Bananen.  Wer kennt das Rabenmutter-Gefühl, wenn man dann den (verpönten) Quetschie aus der Tasche zieht?

In diesem Sinne – ihr lieben Verbündeten – eine schöne Zeit mit Euren Kleinen und ich freue mich auf kleine Macken-Geschichten Eurerseits!

 

 

 

 

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